29.05.2026 – Internationaler Tag der Nachbarschaft

Nachbarschaft betrifft jeden Menschen. Gute Nachbarschaft ist für alle Beteiligten ein Gewinn. Man kann sich gegenseitig unterstützen und soziale Kontakte pflegen. In der Stadt Graz gab es bereits vor über 20 Jahren erste Ansätze zur Förderung der Nachbarschaftspflege im Rahmen von Gemeinwesenarbeit. Alle Initiativen und Projekte hatten eines gemeinsam: Die Verbesserung des Zusammenlebens in der Nachbarschaft. Stadtteilarbeit ist ein wesentlicher Bestandteil der sozialen Infrastruktur einer Stadt und trägt maßgeblich zur Verbesserung der Lebensqualität der Bewohner bei. Sie fördert das Zusammenleben, stärkt nachbarschaftliche soziale Netzwerke und ermöglicht niederschwellige Teilhabe an der Gesellschaft.

Im Jahr 2012 beschloss die Stadtregierung erstmals eine nachhaltige Strategie zur Unterstützung der Arbeit vor Ort in den Stadtteilen und Quartieren. Im Oktober 2015 verabschiedete der Gemeinderat das „Leitbild Stadtteilarbeit“. Dieses Leitbild „dient als maßgebliche Grundlage bei der Entwicklung der Stadtteilarbeit in Graz. Oberste Prämisse ist die Sicherung des sozialen Friedens und eines guten Miteinander in Graz.“ Die Vernetzung vorhandener Ressourcen der Menschen vor Ort, von Verwaltung, Politik und den lokalen Akteurinnen und vor allem auch die Schaffung von Begegnungs- und Gestaltungsräumen waren und sind dabei eine wesentliche Grundlage der Stadtteilarbeit in Graz.

Heute präsentiert sich die Stadtteil- und Nachbarschaftsarbeit in Graz mit über 20 derartiger Stadtteileinrichtungen als vielfältig und mit den unterschiedlichsten Angeboten, getragen vom Engagement einzelner Akteure vor Ort und von Trägerorganisationen, unterstützt durch budgetäre Mittel der Stadt. Jede Einrichtung – ob Stadtteilzentrum, Nachbarschaftszentrum oder Stadtteiltreff – setzt andere Schwerpunkte, abgestimmt auf die Bedürfnisse in den einzelnen Nachbar­schaften vor Ort. Dabei eint sie ein gemeinsames Ziel: Sie schaffen niederschwellige, öffentliche Räume, die zur Mitwirkung am Quartierleben vor Ort und Mitgestaltung von nachbarschaftlichen Netzwerken und Lebenswelten einladen.

Um diese Leistungsdichte und Angebotsvielfalt stärker im Bewusstsein der Menschen in Graz zu verankern öffneten am Freitag, den 29. Mai die Grazer Stadtteileinrichtungen im Rahmen des internationalen Tags der Nachbarschaft ihre Türen und luden dazu ein, die vielfältige Arbeit in den Bezirken kennenzulernen. Ein Tag also für Begegnungen, ohne Konsumzwang, gemeinsamen Aktivitäten und dem Knüpfen neuer Kontakte.

Auch das Nachbarschaftszentrum Café Jakomini öffnete ab 15.00 Uhr seine Türen mit einem spannenden Programm: Bei unserem Blasrohrschießturnier, das von Viktor Schillinger vom Blasrohrschießverband betreut wurde, gab es Graz-Gutscheine im Gesamtwert von € 300,00 zu gewinnen. Der Verein Positive Vibes sorgte mit unterschiedlichen Spielen für „Spiel & Spaß!“ Ab 17.00 Uhr verwöhnten unsere Hobbyköche Sonja und Klaus im Rahmen unserer Nachbarschaftskocherei die Gäste bei einem gemeinsamen Essen. Und ab 19.00 Uhr ließen wir den Tag mit Live-Music von Rob Hirsch & Uwe Rath musikalisch ausklingen.

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